Unsere Schule hat Geschichte

Für die Schule auf dem Dorf und das „bisgen Lesen und Schreiben“ brauchte man keinen studierten Schulmeister. Es konnte sich jeder Handwerker, der lesen und schreiben konnte, als Lehrer bewerben. Er musste in der Gemeinde einen guten Ruf haben. Der Pastor und der Bürgermeister prüften den Bewerber und setzten ihn als Lehrer ein.
Wenn der Unterricht zu Ende war und die Dorfkinder entlassen waren, ging der Lehrer nachmittags noch seinem Beruf nach als Schneider, Schreiner, Weber usw. Von dem Gehalt als Lehrer konnte er nicht leben. Er musste noch zusätzlich etwas verdienen, um seine Familie ernähren zu können.

Viele Hundert Jahre hindurch gab es in Wünnenberg gar kein Schulgebäude. Der Unterricht fand in Räumen statt, die der Bürgermeister bei Bauern, Handwerkern oder Gastwirten gemietet hatte.
Bei einem Bürger namens Pankoke muss um 1700 ein solcher Schulraum gewesen sein. Es gab nur Unterricht in Religion, Lesen, Schreiben und Rechnen.
Die Lehrer waren sehr arm und gleichzeitig auch Küster und Organist (Orgelspieler).

Weil es mit den angemieteten Räumen zu Problemen kam, beschloss die Stadt Wünnenberg ein eigenes Schulhaus zu bauen.
Daher wurde im Jahre 1819 die zweiklassige Fachwerkschule am Stadtberg bezogen. Sie stand ungefähr da, wo heute die Turnhalle steht. Die Anzahl der Schüler von damals ist unbekannt.

Die Wünnenberger Schule von 1819 ist längst Vergangenheit.

Weil die Schule im Laufe der Zeit zu klein wurde, musste wiederum neu gebaut werden.
Im Jahre 1891 wurde die vierklassige „neue Schule“ durch Herrn Pfarrer und Dechant Wacker eingeweiht. Es gab zu dieser Zeit ca. 200 Schüler. Schulleiter war Herr Johannes Cramer.

Die „neue  Schule“ von 1891

Durch das ständige Zunehmen der Schülerzahlen waren die vier Klassenräume der „neuen Schule“ nicht mehr ausreichend. Die „alte Schule" konnte nicht mehr benutzt werden. So entschloss sich die Gemeinde im Jahre 1957 die Schule durch einen Anbau zu erweitern. Drei Klassenräume mit Nebenräumen (Küche, Werkraum, Filmraum) sollten angebaut werden.
Nachdem die Regierung einen Zuschuss von 325.000 DM zugesagt hatte und für die Restsumme die Spar- und Darlehnskasse die Kredite bewilligt hatte, wurde Mitte November mit dem Schlagen der Bäume und dem Ausbaggern des Baugrunds begonnen. Danach wurden Kanalisation und Drainage angelegt. Als die Fundamente in Stahlbeton gelegt werden sollten, machte der Ende Dezember einsetzende Frost den Arbeiten ein Ende.
Am 12. Mai 1958 wurde das Richtfest des Schulanbaus gefeiert.

Namhafte Persönlichkeiten von Regierung, Staatshochbauamt, Kreis, Amt, Gemeinde, Schule und Einwohner waren geladen und erschienen.
Nach der Grundsteinlegung und nach der kirchlichen Weihe folgten verschiedene Ansprachen, umrahmt von Liedern und Gedichten der Schulkinder.

Anschließender Richtschmaus und gemütliches Beisammensein fanden in der Gastwirtschaft Bonefeld statt.

1969 wurde die Volksschule aufgelöst und in Grund- und Hauptschule aufgeteilt.
Die ersten Lehrer der Wünnenberger Grundschule waren Herr Thiele (Schulleiter), Herr Tegethoff, Frau Dierkes und Frau Wördehoff.

Die nächste Erweiterung der Schule musste im Jahre 1976 geschehen. Es wurden wiederum drei neue Klassen angebaut (Anbau zur Schulstraße).

Im Jahre 1979 zogen die bis zu diesem Zeitpunkt ausgelagerten Klassen der Hauptschule in das neue fertiggestellte Schulzentrum nach Fürstenberg um.
Dadurch standen der Grundschule wieder die Aula und spezielle Fachräume zur Verfügung.

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